Nach einer sommerlichen Weihnacht sollte es im Anschluss direkt mit einem sonnigen Silvester weitergehen. Für mich ging es mit Stefanie und Annkathrin nach Auckland. Ich glaube, über die Stadt habe ich soweit noch gar kein Wort verloren...
Mit über 1,4 Millionen Einwohner zählt Auckland mit Abstand zur größten Stadt des Landes. Neuseeland hat eine Einwohnerzahl von rund 4,45 Millionen, das heißt über ein Viertel lebt in Auckland. Landschaftlich wird sie durch knapp 50 inaktive Vulkane gezeichnet, ein paar davon stehen sogar in der Stadt selbst und sind befahrbar. Einer der bekanntesten ist Mt. Eden, welcher im gleichnamigen Vorort liegt. Mit 196 Metern ist es die höchste natürliche Erhebung und dient dadurch als ausgezeichneter Platz um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Unbedingt erwähnenswert ist der 328 Meter hohe Sky Tower. Er dient als Aussichts- und Fernmeldeturm und ist der höchste Fernsehturm auf der unteren Erdhalbkugel. Ähnlich wie beim Berliner Fernsehturm besitzt er ein Drehrestaurant sowie eine Bar. War leider noch nicht auf ihn oben aber vielleicht ändert sich das bald, denn vom 17. Januar bis zum 19. Januar bin ich wieder dort. Warum erzähle ich euch später!
Timm, ein weiteres männliches Au Pair und Kumpel, war so nett und spielte unser Airport Shuttle. Zusammen mit Steffi flog ich 21.30 Uhr ab Christchurch, wir kamen kurz vor 23 Uhr in Auckland an. Annkathrin kam am nächsten Morgen nach. Der Flug war recht angenehm und verging tatsächlich "wie im Fluge". Uns kam es wirklich nur wie 10 Minuten vor. Noch bevor wir abhoben musste ich an meine Ankunft damals denken als ich den ersten Fuß auf neuseeländischen Boden setzte - da wurden einige Erinnerungen wach. Unfassbar, dass das nächsten Donnerstag am 16. Januar 2014 genau ein halbes Jahr her ist. Die Zeit vergeht so schnell...
Am Flughafen warteten wir auf unseren "AirBus", den ich gebucht hatte. Der sollte uns direkt in die Stadt bringen, ziemlich nah ans Hostel und so war es auch. Meinen Kommentar zum Hostel spare ich mir mal an dieser Stelle...
Wir waren noch nicht müde und gingen nochmal durch die Stadt auf einen kleinen Spaziergang. Wir liefen zum Hafen, Richtung Sky Tower und wieder zurück, quer durch Auckland. Am nächsten Morgen trafen wir uns mit Annkathrin. Sie kam zusammen mit einem anderen Au Pair, was sie damals auf dem Einstiegsseminar kennenlernte, jedoch musste sie am Abend arbeiten und konnte deshalb nicht mit uns feiern.
An dieser Stelle kann ich euch eine kleine, witzige Story erzählen, die sich ereignete als wir vor dem Starbucks einen Kaffee schlürften: Wir saßen also vor dem Starbucks und tranken unseren Kaffee. Plötzlich kam ein Chinese auf mich zu und fragte mich, was wir hier machen, wo wir her kommen und wie alt wir sind? Ich sagte, dass wir gerade unseren Kaffee genießen, aus Deutschland kommen und alle um die 19-20 Jahre alt sind. Er meinte, das wäre perfekt und ich fragte, was perfekt sei? Daraufhin erklärte er uns sein Vorhaben: er war auf der Suche nach jungen Leuten, die für seine Firma werben. Gleich auf der anderen Straßenseite war ein großes, verglastes Bürogebäude in dem er frisch eingezogen war. Die einzige Bitte bestand darin mit Weihnachtsmützen vor Weihnachtsbaum und Firmenlogo einmal zu posen und ihn zu promoten. Ich fragte, was wir dafür bekommen und er sagte, dass er Gutscheine für's Kino hat. Bei den Preisen hier von circa 17-18$ haben wir da natürlich nicht nein gesagt. Also folgten wir ihn in sein Büro, schossen die Fotos, staubten sogar noch was zu Trinken und einen Kuchen ab und gingen wieder. Die ganze Sache dauerte nicht länger als 20 Minuten und wir waren eine Freikarte und einen Käsekuchen reicher.
Nach besagten Fotoshooting gingen wir einkaufen für die Tage, brachten alles ins Hostel und relaxten noch ein wenig bevor wir uns dann fertig machten für die Party! Nach Vorglühen, Trinkspielen usw. zogen wir also in die Stadt und machten uns auf die Suche nach einem passenden Ort für's Feiern. Durch Ank's Freundin wurden wir auf einen Club namens "Globe" hingewiesen, ein Studentenschuppen, wo's billig Alk gibt. Also gingen wir dort hin, um die Lage mal zu peilen. Stellte sich am Schluss als sehr gelungen heraus. Nicht zu vergessen ist das kalifornisches Paar, das wir im Hostel kennenlernten und sich uns anschloss auf unserem Wege. Der Mann erinnerte mich stark an den Musiker Dave Matthews. Dave zählt zu einen meiner Lieblingskünstlern, habe ihn vor paar Jahren live in München gesehen - war ein super geiles Konzert! Für die, welche gerne Adam Sandler Filme schauen - er spielte den Bösewicht mit der Bombe in "Leg' dich nicht mit Zohan an". Wie dem auch sei sagte ich dem Typen das ganz offen und wir kamen ins Gespräch. Unglaublich, die beiden kannten und liebten ihn einfach. Wir unterhielten uns weiter über Musik, unter anderem über das Festival "BigDayOut" wo ich bald hingehe und dass da Pearl Jam und Primus spielt. Und wer hätte es gedacht? Beide Bands sind einer ihrer Favoriten, vor allem Primus war seine Highschool Musik (er fing sogar an, ein Lied zu singen). Ich war so happy, dass ausgerechnet ICH wieder auf solche Leute gestoßen bin, die den gleichen Musikgeschmack haben. I was in heaven!
Im Globe war gute Stimmung, wir hatten viel Spaß und auch leicht einen in der Krone, genauso, wie es zu Silvester sein soll (zu mindestens in unserem Alter)! Kurz vor Mitternacht gingen wir auf die Queens Street, DIE Straße in Auckland City. Dort gibt's tausende Läden - blanker Kommerz. Auf jeden Fall fanden wir uns an einer Kreuzung ein, wo es schon nur so wimmelte von Menschen. Von dort aus hatten wir direkt den Sky Tower vor unserer Linse. Von ihm wird jedes Jahr an Silvester ein großes Feuerwerk losgelassen. Die Stimmung war geil, alle schauten gespannt nach oben und zählten den Countdown mit. Dann hieß es 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 uuuund GESUNDES NEUES JAHR 2014! WOHOOOOOOO! Das Feuerwerk ging los, alles quiekte und tobte vor Freude und wir waren im neuen Jahr. Mensch, das ging fix, sage ich euch. Im Zeitraffer rasten all die tollen Erlebnisse, die ich im verstrichenen Jahr erlebte, durch meinen Kopf. Ich hatte Gänsehaut und war glücklich über alle Ecken! Ich freue mich auf das neue Jahr und bin gespannt, was es für mich parat hat.
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Um 1 Uhr war die Nacht für die Mädels dann zu Ende, für mich noch nicht - ich wollte weiter feiern. Also zog ich nochmal los und lernte auch paar Neuseeländer kennen, die mich dann auf ihre Clubtour mitnahmen. Gegen halb 4 war ich dann auch am Hostel und ging schlafen. Ich hatte eine tolle Nacht und war K.O. vom ganzen Gelaufe.
Am nächsten Morgen wurde erst mal ausgeschlafen. An sich war nicht viel los tagsüber. Steffi und Ank waren natürlich schon eher wach als ich und gingen in die Stadt. Gegen Mittag trafen wir uns am Hafen. Da alle bisschen träge waren, entschlossen wir uns einen chilligen Tag zu machen. Wir schnappten uns paar Bier, fuhren mit dem Bus zum Mt. Eden, pflanzten uns ins Gras und genossen den Ausblick.
Donnerstags ging's früh mit der Fähre nach Waiheka Island, eine von Auckland 18km entfernte Insel. Nach guten 35 Minuten kamen wir am Fährhafen an. Wir hatten eine anderthalbstündige Busfahrt gebucht jedoch wartete anscheinend der Fahrer nicht auf alle Fahrgäste und somit standen wir dumm da, als wir merkten, dass unser Bus schon weg war. Aber was wäre Neuseeland ohne ihren hilfsbereiten, netten Menschen? Der (ich denke es zu mindestens) Chef der Anlage versorgte uns ein Taxi und wir bekamen eine Privatfahrt. War auch okay! Es chauffierte uns für circa eine Stunde über die Insel und schmiss uns in der Stadt raus. Wir gingen an eine der Buchten, wo wir die restliche Zeit am Strand verbrachten. Das Wetter war super schön, sehr warm und optimal zum Sonnen. Also T-Shirt aus und braun werden!
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Am letzten Abend gingen wir nochmal zum Feiern los und hatten unseren Spaß an Auckland's Nightlife.
Freitags war Abreisetag und wir mussten früh um 10 Uhr auschecken. Unsere Flüge gingen erst 9.30pm, also was machen? Hmmm gute Frage. Wir gingen zum Touristeninfozentrum und erkundigten uns. Empfohlen wurde uns unter anderem: Victoria Park (+ Market), Albert Park, Auckland's Art Gallery. Also zogen wir los zu den Plätzen und schauten uns weiter in der Stadt um. Ich persönlich habe sie noch nicht lieb gewonnen. Es ist ziemlich dreckig dort und zu groß. Ich war noch nie ein Freund der Hektik, deswegen mag ich auch Städte wie Berlin nicht, es sei denn es ist Nacht. Großstädte haben bei Nacht immer etwas Magisches an sich in meinen Augen. Am Abend ging's dann mit dem Flugzeug wieder zurück nach Christchurch.
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Am Markt aß ich das wohl beste Sushi meines Lebens. Es war super frisch, mega lecker, man konnte sicher selber seine Box kreieren und billig war es auch. Ich hab früher nie welches gegessen, das hat sich geändert seitdem ich hier bin. Dadurch, dass Neuseeland so viele asiatische Einwohner hat, findet man an jeder Ecke einen Sushiladen. Im Vergleich zu Deutschland - ohne jeglichen Rassismus - gibt dafür umso mehr Türken und an jeder Ecke haust das Dönertier. Vermiss ich ja schon so bisschen... also den Döner!
Die Kunstausstellung in der Galerie war recht interessant. Leider kamen wir zur einer ungünstigen Zeit, denn 15 Minuten nach dem Betreten schloss sie schon wieder. Irgendwie doof, dass die einem nicht mal daraufhin gewiesen haben beim Einlass. Zum Glück zahlt man keinen Eintritt.
Fazit: Ich kann definitiv sagen, dass wir ein paar schöne, gemeinsame Tage verbracht haben. Wir sind ins gute Jahr hineingerutscht und hatten viel Spaß zusammen. Die Insel fand ich persönlich einer der schönsten Sachen, die wir gesehen haben. Ob ich Auckland mag ist schwer zu sagen. Ich bin mir sicher, dass sie ihre schönen Ecken hat, aber sie ist definitiv zu groß für mich Kleinstadtkind. Mal sehen ob sich meine Meinung nach meinen zweiten Besuch in absehbarer Zeit geändert hat.
Die Kunstausstellung in der Galerie war recht interessant. Leider kamen wir zur einer ungünstigen Zeit, denn 15 Minuten nach dem Betreten schloss sie schon wieder. Irgendwie doof, dass die einem nicht mal daraufhin gewiesen haben beim Einlass. Zum Glück zahlt man keinen Eintritt.
Fazit: Ich kann definitiv sagen, dass wir ein paar schöne, gemeinsame Tage verbracht haben. Wir sind ins gute Jahr hineingerutscht und hatten viel Spaß zusammen. Die Insel fand ich persönlich einer der schönsten Sachen, die wir gesehen haben. Ob ich Auckland mag ist schwer zu sagen. Ich bin mir sicher, dass sie ihre schönen Ecken hat, aber sie ist definitiv zu groß für mich Kleinstadtkind. Mal sehen ob sich meine Meinung nach meinen zweiten Besuch in absehbarer Zeit geändert hat.
- S. Rehm










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